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Du schläfst schlechter, dein Zyklus verändert sich, und deine Stimmung ist dünnhäutiger als früher. Die Hormonwerte seien aber normal, heißt es. Wie passt das zusammen?
Warum der Bluttest hier wenig sagt
In der Perimenopause schwanken die Hormone stark, oft von Woche zu Woche. Ein einzelner Wert ist deshalb eine Momentaufnahme. Die britische Leitlinie NICE empfiehlt, bei sonst gesunden Frauen über 45 die Perimenopause anhand von Hitzewallungen und unregelmäßigen Perioden zu erkennen, ohne Labortest.1
Für Frauen ab 45 rät die Leitlinie ausdrücklich davon ab, Werte wie AMH, Inhibin A und B oder Östradiol zur Feststellung der Perimenopause heranzuziehen. Einen FSH-Test sieht sie nur in bestimmten Situationen vor, etwa zwischen 40 und 45 Jahren bei passenden Beschwerden.1
Was das für dich heißt
Ein „normaler“ Hormonwert ist kein Beweis, dass nichts passiert. Entscheidend ist, was du erlebst und seit wann. Notiere deine Beschwerden über einige Wochen, das ist für das Arztgespräch oft aussagekräftiger als ein einzelner Laborwert.
Ob eine Hormontherapie für dich in Frage kommt, entscheidest du gemeinsam mit deiner Ärztin oder deinem Arzt. Dieser Artikel ersetzt keine ärztliche Beratung.
Quellen
- NICE Guideline NG23: Menopause – identification and management (zuletzt aktualisiert November 2024); NICE Quality Standard QS143, Statement 1.


